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Seit
3000 Jahren ist die Kaper alsGewürz bekannt, bei den Ägyptern
fand sie Erwähnung und zu Zeiten der alten Römer wurde sie häufig
in der Küche eingesetzt.
Der Kapernstrauch wächst rund ums Mittelmeer sowohl wild als auch
kultiviert. Vor allem aus Frankreich stammen die besten Sorten.
Die Kaperngewächse (Capparidaceae) sind eine eigene
Pflanzenfamilie. Der dornige Strauch wird bis 1,5 m hoch und ist,
abgesehen vom Anspruch an warme Temperaturen, äußerst genügsam.
Er wächst auf trockenem, steinigen Boden und benötigt relativ
wenig Wasser. Im Sommer werden die dornigen Zweige von außergewöhnlichen,
weiß- bis rosafarbenen Blüten geschmückt, die einen zarten, an
Rosen erinnernden Duft ver-strömen. Doch halten diese Blüten nur
wenige Stunden.

Geerntet
werden jedoch die noch ungeöffneten Blütenknospen vor
Sonnenaufgang. Gleich nach der Ernte werden sie gerei-nigt, in
Essig, Salz, Salzlake oder Öl eingelegt. Die fertigen Kapern
riechen würzig, nehmen aber auch ein wenig von dem Duft der Lake
an. Für viele Gerichte eigenen sich die in Salz eingelegten
Kapern am besten, da ihr Geschmack am wenig-sten beeinflußt
wurde. Geschmacklich werden sie oft als leicht scharf und herbwürzig
empfunden. Kapern halten sich in luft-dicht verschlossenen Gläsern,
mit Lake bedeckt, mindestens ein Jahr.
Qualität und Preis richten sich nach der Größe: je kleiner die
Kaper, desto milder ist sie, und um so höher ist ihre Wertschät-zung
und ihr Preis. |