Senfpflanzen sind Kreuzblütler, lateinisch auch „Brassicaceae“ genannt.
Zu dieser Pflanzenfamilie gehören unter anderem die Kohlgewächse, aber auch Kren und Kresse.
Die Senfpflanze ist einjährig, hat gelbe Blüten und wächst bis zu einem Meter hoch.
Bei uns wird sie vor allem als Zwischensaat in der Landwirtschaft genutzt.
Ihre Wurzeln reichen tief in die Erde, sie durchlüften und lockern den Boden.
Da die Pflanze schnell wächst, ist sie ein guter Bodendecker. Wird sie wieder eingeackert,
dient sie als wertvoller Gründünger.
Weisser Senf (Sinapis alba) hat sandfarbene Körner und ist von
milder, würziger Schärfe.
Schwarzer Senf (Brassica nigra) liefert Samen mit kräftig dunkelbrauner
Schale, die entfernt werden, wenn man möchte, dass sie den Senf nicht dunkel
verfärben. Seine ausgeprägte Schärfe steigt in Nase, Augen und Gaumen.
Der braune Senf oder Seraptasenf, stammt ursprünglich aus Indien. Er
besitzt eine lang anhaltende Schärfe, vergleichbar mit der Intensität des
schwarzen Senfs. Seraptasenf liefert auch das dickflüssige, tief goldene und
sehr scharfe Senföl, welches häufig in der indischen Küche anstelle von Senf
verwendet wird.
Wer einmal versuchsweise Senfkörner kaut, kann feststellen, dass sie zuerst
nussartig mild schmecken und erst im Nachhinein die typische Senfschärfe
entwickeln. Das liegt daran, dass sich das für die Schärfe verantwortliche
Senföl erst entwickeln kann, wenn man die Samen zerquetscht und sie mit Flüssigkeit
in Berührung kommen. Unter Einfluss von Hitze wird dieser Umwandlungsvorgang
allerdings gestört. Darum schmecken zum Beispiel Senfkörner, die man längere
Zeit kochen lässt, nur noch mild nach Senf. Das Gleiche erreicht man auch, wenn
man sie vor Verwendung leicht röstet, bis sie anfangen, aus der Pfanne zu
springen -eine beliebte Methode in der asiatischen Küche.
Senf enthält ätherische Öle, die den Appetit anregen, die Verdauung fördern und die Speisen bekömmlicher machen. Deshalb ist es ratsam fettreiche Gerichte möglichst mit etwas Senf zu servieren.